AAO / Einsatzstichworte

Einsatzstichworte

Eine Alarmierung hat grundsätzlich immer den gleichen Aufbau. Zuerst die Kategorie, gefolgt von Einsatzstichwort und weiteren Informationen. In St. Georgen werden Alarmierungen grob in drei Kategorien eingeteilt: Brand, Hilfe und Kleineinsatz.

  • Brand: Alles was mit Feuer zu tun hat. Brände, Rauchentwicklung, ausgelöster Rauchwarnmelder, ausgelöste Brandmeldeanlagen, Explosionen etc.
  • Hilfe: Technische Hilfeleistungen aller Art. Verkehrsunfall, Gefahrgutunfall, Türöffnung, Unterstützung Rettungsdienst, Überlandhilfe etc.
  • Kleineinsatz: Einsätze kleineren Umfangs, welche in der Regel mit geringer Mannschaftsstärke bearbeitet werden können und meistens nicht zeitkritisch sind.

Der Disponent in der Leitstelle wählt bei einem Notruf, nach der Abfrage der relevanten Informationen, aus einer Liste von Stichworten, das passendste Einsatzstichwort heraus. Daraus ergibt sich dann die Kategorie und welche Einheiten alarmiert werden müssen. Derzeit kennt die Leitstelle Schwarzwald Baar 72 verschiedene Stichworte für die Feuerwehr.

Alarm- und Ausrückeordnung

Jede Feuerwehr stellt individuell eine Alarm- und Ausrückeordnung auf. Diese legt fest, welche Fahrzeuge, in welcher Reihenfolge bei einem bestimmten Einsatzstichwort ausrücken.

Bei Brandeinsätzen rückt standardmäßig ein Löschzug aus. Dieser besteht in der Regel aus 4 Fahrzeugen. In St. Georgen besteht der Standardlöschzug aus dem Einsatzleitwagen (ELW 1), einem Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF 20), der Drehleiter (DLAK 23/12) und dem Tanklöschfahrzeug (TLF 4000).
Je nach Lage wird der Löschzug durch weitere Fahrzeuge (z.B. ein Löschgruppenfahrzeug (LF 16/12), Schlauchwagen (SW 1000), etc.) ergänzt. Befindet sich der Einsatzort in einem Ortsteil von St. Georgen wird automatisch die zuständige Abteilung alarmiert und rückt mit Ihrem Fahrzeug direkt zum Einsatzort aus.

Im Falle einer technischen Hilfeleistungen mit Menschenrettung rückt standardmäßig ein Rüstzug aus. Dieser setzt sich in der Regel aus 4 Fahrzeugen zusammen. In St. Georgen besteht der Standardrüstzug aus dem Einsatzleitwagen (ELW 1), einem Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF 20), dem Gerätewagen Logistik / Transport (GW-L/T) und dem Tanklöschfahrzeug (TLF 4000).

Bei einem Kleineinsatz rückt meist nur ein Fahrzeug aus, da es sich um eine Schadenslage kleineren Umfangs handelt. Kann man den Einsatz der Kategorie "Brand" zuteilen, rückt das HLF 20 aus, ansonsten meist der GW-L/T oder das LF 16/12.

Kommt es zu einem Gefahrgutunfall rückt neben dem Gefahrgutzug des Landkreises (siehe Sondereinheiten) von der Feuerwehr St. Georgen der erweiterte Rüstzug mit ELW 1, HLF 20, LF 16/12, GW-L/T, TLF 4000 aus. Die Fahrzeuge führen alles mit, um einen wirkungsvollen Erstangriff zu starten und eine Menschenrettung durchzuführen, bis der Gefahrgutzug eintrifft. Hierzu gehören unter anderem 2 Chemiekalienschutzanzüge, explosionsgeschützte Chemiekalien-Umfüllpumpe, sowie Material zum Aufbau einer Not-Dekontamination.

Das Sonderfahrzeug Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 24/16 Straße/Schiene (HLF 24/16-S) kommt immer dann zum Einsatz, wenn sich ein Notfall im Bereich der Schwarzwaldbahn ereignet. Es fährt dann eine geeignete Aufgleisstelle an, welche sich zum Beispiel am Bahnhof St. Georgen oder in Triberg-Nußbach befinden. Im Bedarfsfall ist ein Aufgleisen aber auch an jedem Bahnübergang mit genügend Rangierfläche möglich. Die weiteren Fahrzeuge, wie zum Beispiel der Rüstzug (siehe oben) fahren die Unglücksstelle direkt an.

Letztendlich kann die Alarm- und Ausrückeordnung aber auch immer flexibel verändert werden, wenn weitere Informationen aus der Leitstelle oder von bereits eingetroffenen Kräften, dies erforderlich machen.

Löschzug
Rüstzug
Gerfahrgutunfall
Bahnunfall Sommerau Tunnel

Werden Sie selbst zum Disponent

Hören Sie sich einen fiktiven Notruf an und entscheiden Sie dann, was alarmiert werden soll.

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